Cadillac Sedan deVille 1981 - 368 V864

Die Marke Cadillac

Der Name Cadillac ist jedem Automobil-Liebhaber auf der Welt ein Begriff. Er steht er doch für die luxuriösesten Straßenkreuzer der USA. Er gehört zum GM-Konzern und ist eine Automarke gehobener Fahrzeugklassen.
Die ursprünglich unabhängige Firma wurde 1902 von Henry Martyn Leland gegründet und nach dem Franzosen Antoine Laumet de La Mothe, Sieur de Cadillac, benannt.

Er gründete 1701 Detroit (Michigan). 1909 wurde Cadillac Mitglied in der neuen General-Motors-Gruppe. Die Marke ist legendär für ihre 16-Zylinder-Modelle zwischen 1930 und 1940.
Im Modell 452 wurde 1930 der erste 16 Zylinder Motor verbaut. Damit setzte sich Cadillac vom Wettbewerb, der ebenfalls die Oberklasse anvisierte, deutlich ab. Zudem konnte der 452 in 80 verschiedenen Modellvarianten geordert werden - da bot definitiv kein anderer Hersteller der Welt.
Eine abgespeckte Variante, der 370, ergänzte das Modellangebot.
Mit der Einführung der Lenkradschaltung im Jahre 1938 verbaute Cadillac durchgehende Sitzbänke vorn, was drei Mitfahrern komfortabel viel Platz bot. Ebenfalls erstmals in Amerika konnte ab dem Baujahr 1938 ein Schiebedach im Cadillac geordert werden.

Der Chefdesigner Harley J. Earl war der Erfinder der Heckflosse am Auto. Bis 1960 sollte die Flosse das optisch markanteste Markenzeichen bei adillac bleiben. Zum 50. Firmenjubiläum schenkten die Ingenieure den Cadillacs diverse Überarbeitungen und Sonderausstattungen.
Neben stärkeren Bremsen und der schon in den 30er Jahren entwickelten, aus Kostengründen aber zurückgestellten Servolenkung auch so wegweisende Extras wie die Prismalinse, die das Licht entgegenkommender Autos auffing und im Cadillac automatisch das Fernlicht auf Abblendlicht umstellte, bis das entgegenkommende Fahrzeug den Cadillac passiert hatte.

Den Höhepunkt des Flossenbaus markierte 1959 der das Modell Series 75. Ab dann gingen die Flossen wieder zurück und verschwanden 1964 ganz. Dafür wuchs der Hubraum kontinuierlich. Auf 7 Liter brachte es der 1964, der den 345 PS starken Wagen auf mehr als 200 Stundenkilometer beschleunigte. Die Entwicklung sollte bis zum 1970er Modell anhalten, als sage und schreibe 8,2 Liter Hubraum erreicht wurden.

Die Fahrzeuge der Marke waren bis in die 70er hinein bekannt für ihre ausufernden Dimensionen, was sowohl die Karosserie, als auch den Hubraum der Motoren betraf. Folglich war der Benzinverbrauch entsprechend hoch. Die Fahrzeuge wiesen bereits damals etliche Komfortausstattungen auf, die in europäischen Fahrzeugen erst Jahrzehnte später zum Einsatz kamen. Bereits 1974 verfügten Cadillacs über ein Luftkissenrückhaltesystem, heute als Airbag bekannt und vorgeschrieben.
Cadillac ist im ständigen Wettstreit mit dem Lincol des US-amerikanischen Autoherstellers Ford.


Fahrzeugdaten

Fahrzeug .....  
Marke: Cadillac
Modell: DeVille
Body: Sedan
Baujahr: 1981

Motordaten .....  
Anzahl der Zylinder: 8 (V8)
Hub: 96,52 mm
Bohrung: 103,12
Hubraum: 6036 ccm (368 cui)
Motorleistung: 104 KW (141,40 PS, 139,47 HP)

Abmessungen & Gewicht .....  
Maße (Länge/Breite/Höhe): 5614 mm / 1942 mm / 1441 mm
Radstand: 3085 mm
Wendekreis: 13 m
Eigengewicht: 1920 kg

Werksdaten .....  
damaliger Neupreis: NA
produzierte Stückzahl: NA

Besonderheiten/zusätzliche Informationen:
Cadillac präsentiert den V 8-6-4. Ein 6-Liter-V8 mit elektronischer Zylinderabschaltung, der je nach Bedarf entweder 8, 6 oder 4 Zylinder befeuerte – so wurde aus einem 6-Liter-V8 gleichzeitig ein 4,5-Liter-V6 und ein 3-Liter-V4! Das vorrangige Ziel der Benzineinsparung wurde zwar erfüllt – wenn auch nicht in dem Umfang, wie man es sich gewünscht hatte – aber die sehr komplizierte Technik erwies sich hier nicht als zuverlässig, sodass die Produktion des V 8-6-4 schon im nächsten Jahr eingestellt wurde. Der V 8-6-4 war der letzte Cadillca BigBlock-Motor (der Motorblock ist Baugleich dem legendären 500 cui 8,2 Liter Motor - nur kleinere Bohrungen). Erst jetzt ca 25 Jahre später starteten Chrysler und Chevtolet mit dem Hemi-Motor wieder eine Zylinderabschaltung, allerdings nur mit 8 und 4 Zylindern. Die Technik wird nun als Neuheit und Wau-Effekt beworben und verkauft.

Die Geschichte meines Cadillac deVille

Der Fahrzeugkauf

Im Besitz meines Vaters befand sich auch ein Chevrolet Malibu mit einem 5,4 Liter V8-Motor, welcher 3 Jahre bei uns verblieben ist. Für Ihn war das Fahrzeug nicht das richtige und es wurde wieder zum Händler nach Wien zurückgebracht. Im gleichen Zuge erkundigten er sich, ob ein anders Fahrzeug, welches besser zu ihm passt, im Sortiment vorhanden ist.
Nach langem hin und her wurde uns vom Händler ein Cadillac deVille V8-6-4 mit 6 Liter Hubraum angeboten. Nach kurzer Beratung und nach Rücksprache mit dem Chefmechaniker entschlossen wir uns, dieses Fahrzeug zu erwerben. Das Fahrzeug machte einen soliden und gepflegten Eindruck und auch technisch war es in Ordnung. Seitdem ist das Fahrzeug in unserem Besitz und zu meinem 18. Geburtstag konnte ich es günstig als meines ansehen.

Die Geschichte meines Cadillacs

Der Cadillac wurde als Neuwagen nach Wien importiert und dort erstmals von einer Firma angemeldet. 6 Jahre lang verblieb das Fahrzeug bei dieser Firma und wurde "anscheinend" ausgezeichnet gewartet und gepflegt. Anschließend wurde das Fahrzeug bei einer Zweigstelle der oben genannten Elektrofirma in Niederösterreich angemeldet. Noch im selben Jahr kam er zum Händler, wo mein Vater das Fahrzeug erwarb.

Gründe und Entschluss zur Restauration

Zum 18. Geburtstag erhielt ich den Cadillac, welcher zuvor über viele Jahre nur in der Garage stand. Nach wechsel der Flüssigkeiten, Kontrolle sämtlicher wichtiger Dinge, wagte ich den ersten Startversuch. Enttäuschend, es dauerte knapp eine halbe Stunde bis ich dem Motor leben einhauchen konnte. Er lief mehr schlecht als recht.
Ein Service Manual muss her und nach Fehlercodeauslesen am Klima-Bedienteil (ja damals war schon OBD möglich), tauschen von vielen Motorelektronik-Teilen, sowie Kerzen und Kabel wurde das Startverhalten von mal zu mal besser.
Nachdem der Wagen endlich Fuhr (ständiges ausgehen, schlechte Gasannahme waren ein ständiger begleiter) machte ich mich auf dem Weg zur Werkstätte um den Wagen dort fürs Pickerl (§57a) durchchecken zu lassen. Horror!!!
Bremsanlage - keine Bremswirkung an der Hinterachse
Bremsscheiben, Klötze und Schläuche der Vorderachse defekt (ungleiches Bremsverhalten)
Bremsleitungen alle stark rostig
Benzinleitungen alle stark rostig
Fahrwerkgummis porös bzw. stellenweise nicht mehr Vorhanden
Rost bzw. Durchrostungen an beiden Radläufen hinten (wurden schon einmal sehr schlecht geschweißt)
Alle 4 Türen unten durchgerostet (Wasserablauflöcher wurden mit irgendwelchem Material zugeschmiert)
Nach den ernüchternden Ausdruck der Mängelliste, begann ich den Wagen neben Schule/Zivildienst/Arbeit zu restaurieren. Greifte man das eine zum Reparieren an, fiel einem der nächste Mangel schon auf den Kopf bzw. bröckelte irgendwo entgegen.
Die Baustelle wurde immer größer und mir wurde Bewusst - nur reparieren geht nicht mehr.
Die Entscheidung stand an, den Wagen für wenig Geld herzugeben oder zu Restaurieren.
Es kam zur Restauration!

Details der Cadillac Restauration »